Was das -Ja- zur GroKo für Sie bedeutet

Was bringt der Koalitionsvertrag CDU/CSU und SPD in der nächsten Legislaturperiode:

Das ändert sich bei den Versicherungen für Angestellte:

– Entlastung der Beschäftigten durch Wiederherstellung der Parität in der Krankenversicherung ab dem 01. Januar 2019

– Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozentpunkte.

– Entlastung Geringverdiener bei Sozialbeiträgen.

– Die gesetzliche Rente auf soll auf dem heutigem Niveau von 48 Prozent bis zum Jahr 2025 abgesichert werden und bei Bedarf durch Steuermittel sicher gestellt werden, dass der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen wird.

Es soll am Drei-Säulen-Modell fest gehalten werden und in diesem Rahmen die private Altersvorsorge weiterentwickelt und gerechter gestaltet werden. Es soll ein Dialogprozess mit der Versicherungswirtschaft angestoßen werden mit dem Ziel einer zügigen Entwicklung eines attraktiven standardisierten Riester-Produkts.

Es soll eine säulenübergreifende Renteninformation eingeführt werden, mit der Bürgerinnen und Bürger über ihre individuelle Absicherung im Alter Informationen aus allen drei Säulen erhalten und möglichen Handlungsbedarf erkennen können. Die säulenübergreifende Renteninformation soll unter Aufsicht des Bundes stehen.

Das ändert sich bei für Selbständige:

Um den sozialen Schutz von Selbstständigen zu verbessern, soll eine gründerfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht für alle Selbstständigen eingeführt werden, die nicht bereits anderweitig obligatorisch (z. B. in berufsständischen Versorgungswerken) abgesichert sind. Grundsätzlich sollen Selbstständige zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und – als Opt-out-Lösung – anderen geeigneten Vorsorgearten wählen können. Diese Vorsorgearten müssen insolvenz- und pfändungssicher sein und in der Regel zu einer Rente oberhalb des Grundsicherungsniveaus führen.

Zudem werden die Mindestkrankenversicherungsbeiträge für kleine Selbstständige reduziert werden. Um kleine Selbständige zu entlasten, soll die Bemessungsgrundlage für die Mindestkrankenversicherungsbeiträge von heute 2283,75 Euro auf 1150 Euro nahe-zu halbiert werden.

Dazu soll das Statusfeststellungsverfahren für Selbstständige vereinfacht und zwischen den unterschiedlichen Zweigen der Sozialversicherung widerspruchsfrei ausgestaltet werden.

Quelle: http://dynamic.faz.net/download/2018/koalitionsvertrag.pdf Foto: Volkswohl Bund